Tardyferon® Depot-Eisen(II)-sulfat

Tardyferon®

Depot-Eisen(II)-sulfat zur Behandlung von Eisenmangelzuständen

Apothekenpflichtig

Die wichtigste Funktion des Spurenelements Eisen ist die Bindung von Sauerstoff an das Molekül Hämoglobin in den roten Blutkörperchen. Mit dem Hämoglobin wird der Sauerstoff aus den Lungenbläschen im Blut zu den Körperzellen transportiert. Liegt hier ein Eisenmangel vor, kommt es zur Eisenmangelanämie. Die Eisenmangelanämie ist die häufigste Form der Blutarmut, etwa 80 Prozent aller Anämien sind auf einen Eisenmangel zurückzuführen. Zeichen einer Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff sind vielfältig. So können zum Beispiel Müdigkeit, Kopfschmerzen, Herzklopfen, geistiger und körperlicher Leistungsabfall, Risse in den Mundwinkeln (Rhagaden), Blässe, Nervosität und Reizbarkeit, trockene Haut und brüchige Haare ein Indiz für einen Eisenmangel sein.

Ein Eisenmangel kann hervorgerufen werden durch einen vermehrten Eisenverlust (Blutungen, Blutspenden, Leistungssport), eine verminderte Eisenaufnahme bei Magen-Darm-Erkrankungen, eine verminderte Eisenzufuhr bei Mangelernährung und durch einen vermehrten Eisenbedarf, der bei menstruierenden Frauen, Kindern und Jugendlichen im Wachstum und insbesondere in der Schwangerschaft und Stillzeit vorliegt.

Ein Eisenmangel kann häufig nicht allein durch Nahrung ausgeglichen werden. Besteht erst einmal eine Eisenmangelanämie, kann diese oft nur medikamentös behoben werden.

Tardyferon® zur Therapie von Eisenmangelzuständen enthält 80 mg zweiwertiges Eisen, das vom Körper besonders gut aufgenommen werden kann. Die spezielle Rezeptur (Depot-Form) sorgt dafür, dass das enthaltene Eisen langsam freigesetzt wird und die Freisetzung im Darm stattfindet1). Damit zeichnet sich Tardyferon® neben seiner guten Wirksamkeit2) durch seine gute Verträglichkeit3) aus.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.


Referenzen:

  1. Nielsen, P., Diagnostik und Therapie von Eisenmangel mit und ohne Anäemie. UNI-MED, 2016, 2. Auflage.
  2. Kaltwasser et al., European Journal of Clinical Investigation, 1991; 21: 436-442.
  3. Cancelo-Hidalgo et al., CMRO, 2013, 291-303.