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24/05/2018

Pierre Fabre Pharma und BioSerenity entwickeln gemeinsam das erste vernetzte Gewebe für die Erkennung und die medizinische Überwachung von Blasenschwäche

Pierre Fabre Pharma und das französische Start-up-Unternehmen BioSerenity gab die Unterschrift einer Vereinbarung über die gemeinsame Entwicklung, den Marktzugang und den Vertrieb von vernetzten medizinischen Geräte zum Management von Harninkontinenz bekannt. Diese Vereinbarung folgt einer anfänglichen Zusammenarbeitsphase, die Ende 2016 eingeleitet wurde. Dabei entwickelten BioSerenity mit der Unterstützung von Personal von Pierre Fabre Pharma mehrere Prototypen von vernetzten Geweben.  Die neue Phase der Partnerschaft betrifft die Herstellung und Vermarktung von vernetzten Geweben, die durch eine überaktive Blase bedingte Blasenschwäche diagnostizieren, bewerten und medizinische Überwachung ausführen. Die chronische Krankheit betrifft fast 20 % der Männer und Frauen im Alter von über 40 Jahren, deren tägliches Leben von den Symptomen stark beeinträchtigt wird.

Das vernetzte Gewebe wird in Form von Unterwäsche im Bauchbereich getragen. Mit seinen biometrischen Sensoren, die die verschiedenen Betriebsparameter der Blasenvorrichtung speichern, detektiert es durchgängig und quantifiziert die Blasenprobleme des Patienten, leitet die mittels einer mobilen App erfassten Werte an eine gesicherte Cloud-Plattform weiter, die vom Urologen für die laufende medizinische Überwachung eingesehen werden kann.

Gemäß den Bestimmungen der Vereinbarung wird Pierre Fabre Pharma die Forschung und Entwicklung dieser vernetzten Geräte mitfinanzieren. Anschließend wird Pierre Fabre über exklusive Verkaufsrechte für das System in Frankreich und weltweit haben. Die finanziellen Bedingungen wurden nicht veröffentlicht.

Eine für alle profitable Partnerschaft für ein revolutionäres vernetztes Gewebe  

BioSerenity, das den ersten Platz bei der UroTech Challenge, einem von Pierre Fabre Pharma organisierten Hackathon zur überaktiven Blase im November 2016 erreichte, hat mit seiner revolutionären Vorrichtung bereits das Interesse von Urologen und Patienten von API (einem Verein, der Inkontinenzpatienten hilft) geweckt.

Vernetztes Gewebe bietet eine einmalige Möglichkeit, das Leben von Patienten und verschreibenden Ärzten radikal zu verändern. Es könnte präzisere Diagnosen von in Praxisbedingungen gesammelten Messungen bereitstellen und den Komfort der Patienten bei der Untersuchung erhöhen, da weniger Nebenwirkungen auftreten. Auch in Bezug auf den Behandlungsweg ist es einfacher und kosteneffizienter, so Xavier Gamé, Professor für Urologie im Universitätskrankenhaus Toulouse.

Mitarbeiter von BioSerenity und Pierre Fabre Pharma arbeiteten über 18 Monate lang eng zusammen. BioSerenity konzentrierte sich auf die Entwicklung der ersten Prototypen des vernetzten medizinischen Geräts und legte den Schwerpunkt auf Blasenschwäche und Dateninterpretation. Pierre Fabre Pharma wiederum legte den Schwerpunkt auf das Gerät, das eingesetzt und in den Behandlungspfad für den Patienten eingebunden wird, um die Lebensqualität zu erhöhen, sowie auf den Mehrwert als Werkzeug zur Diagnose und medizinischen Überwachung für die verschreibenden Ärzte. Die Partner untersuchen auch weiterhin Entwicklungs- und Marktzugangsgelegenheiten für dieses neue medizinische Gerät, um ein angemessenes Geschäftsmodell festzulegen.

Diese neue Vereinbarung wird zu der Entwicklung einer ganzen Bandbreite von vernetzten Mitteln zu Diagnose, Behandlung und Überwachung von Patienten führen, die unter verschiedenen Formen der Inkontinenz leiden.

Dieses gemeinsame Entwicklungsprojekt steht voll im Einklang mit unserer Strategie in der Urologie. Neben unseren Arzneimitteln ist es wichtig, Dienste, Tools und Lösungen zu entwickeln, die den Komfort der Behandlung für Patienten verbessern und die Arbeit der verschreibenden Ärzte erleichtern, unterstrich Dominique Authié, Betriebsleiter, Frankreich, Pierre Fabre Pharma.

Wir waren beeindruckt von der anderen Perspektive und der kreativen Energie während unserer gesamten Zusammenarbeit mit Pierre Fabre Pharma, die uns ihre pharmazeutischen Fachkenntnisse zugänglich machten. Nun werden wir zusammenarbeiten, um unser vernetztes medizinisches Gerät erstattungsfähig zu machen. Wir werden auch neue Wege auskundschaften, beispielsweise im Bereich der medizinischen künstlichen Intelligenz oder zur Erschließung neuer Sektoren, in denen Pierre Fabre ein führender Akteur ist, fügte Pierre-Yves Frouin, der CEO von BioSerenity, hinzu.

 

Wichtige Zahlen (Frankreich)

  • 5 Millionen Patienten werden von 1300 Urologen wegen Blasenschwäche behandelt. Die Verbreitung steigt linear mit dem Alter.
  • Jedes Jahr werden 150 000 urodynamische Untersuchungen in Krankenhäusern durchgeführt.

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