Onkologische Forschung

Ein Forschungsschwerpunkt

Der Hauptschwerpunkt der Gruppe in der pharmazeutischen Forschung liegt auf der Onkologie. 50 % unseres Budgets fließen in die medizinische Forschung, was uns zum zweitgrößten französischen Pharmaunternehmen auf dem Gebiet der Krebsforschung macht.

Hoher medizinischer Bedarf

Unsere onkologische Forschung stützt sich auf Bereiche, in denen der medizinische Bedarf am höchsten ist:

  • Solide Tumore, besonders Brustkrebs, Lungenkrebs, Darmkrebs, Hautkrebs, Karzinome der oberen Luft- und Speisewege oder Karzinome im Urogenitaltrakt;
  • Hämatologische Erkrankungen, einschließlich Lymphom, Myelom und insbesondere Leukämie

Behandlung von Brustkrebs

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Brustkrebs ist eine weltweite Erkrankung, von der alle Frauen unterschiedslos betroffen sind. Unsere Forschungs- und Entwicklungsteams im Bereich der Onkologie arbeiten derzeit an neuen therapeutischen Indikationen für Javlor®, einem Krebsmedikament aus der Pierre Fabre Forschung zur Behandlung dieser gefährlichen Krankheit.

Unser Molekül Vinflunin hat sich als wirksam bei der Behandlung von Blasenkrebs erwiesen. Wir haben neue Eigenschaften dieses Moleküls entdeckt, die neue therapeutische Perspektiven eröffnen, insbesondere bei der Behandlung von metastasierendem Brustkrebs.

Pflanzliche Wirkstoffe zur Krebsbekämpfung

pervenche-tropicale.jpg Aktivere und besser verträgliche natürliche Moleküle

Anfang der 1980er-Jahre nahmen die Laboratoires Pierre Fabre ihre Krebsforschung auf, indem sie eine Kooperation mit dem französischen staatlichen Forschungsinstitut CNRS zur Entwicklung eines Krebsmittels unter Verwendung des tropischen Immergrüns eingingen: Navelbine. Heute ist Navelbine eines der wichtigsten Medikamente der Gruppe und das erste Krebsmedikament, das in den USA zur Behandlung von Lungenkrebs zugelassen wurde. Es ist einer der größten Erfolge der Gruppe. Javlor, ein Krebsmedikament der neuen Generation, ist ebenfalls ein Ergebnis der Zusammenarbeit mit dem französischen CNRS im Bereich des tropischen Immergrüns.
Unsere Forschungs- und Entwicklungsteams arbeiten derzeit an der Entdeckung und Entwicklung noch aktiverer und besser verträglicher natürlicher Moleküle.

Unsere Forschungs- und Entwicklungsteams arbeiten derzeit an der Entdeckung und Entwicklung noch aktiverer und besser verträglicher natürlicher Moleküle.

Biotherapeutika

cipf.jpg Neue Behandlungsverläufe rund um peptidische Moleküle

Im Februar 2014 wurde mit dem indischen Unternehmen Aurigen ein Einlizenzierungsvertrag zur Entwicklung eines Peptids geschlossen, dessen Antitumoraktivität von den Forschungs- und Entwicklungsteams der Laboratoires Pierre Fabre untersucht werden wird. 

International anerkanntes Fachwissen

Das Centre d’Immunologie Pierre Fabre (CIPF) [Pierre Fabre Zentrum für Immunologie] in Saint-Julien-en-Genevois verfügt über eine international anerkannte wissenschaftliche Expertise bei der Entdeckung und Kennzeichnung krebshemmender monoklonaler Antikörper. Monoklonale Antikörper zeichnen sich insbesondere durch ihren sehr zielgerichteten Wirkmechanismus aus: Sie binden sich nur an spezifische Rezeptoren bestimmter Tumorarten. Wenn sie in Kontakt mit ihrem Zieltumor kommen, sind sie hundertprozentig wirksam. Neben ihrer Wirksamkeit sind sie zudem besser verträglich als Chemotherapeutika.


Die Forschungsteams des CIPF haben jüngst monoklonale Antikörper entwickelt, die das Interesse der größten Pharmakonzerne geweckt haben:

  • Im Jahr 2004 wurde ein Partnerschaftsabkommen mit Merck unterzeichnet, das monoklonale Antikörper für die Krebsbehandlung, insbesondere von Darmkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs und nicht kleinzelligen Lungenkarzinomen.
  • Im Jahr 2010 wurde mit Abbot eine Lizenzvereinbarung zur Entwicklung eines zweiten monoklonalen Antikörpers unterzeichnet, der im Onkologiebereich ebenfalls sehr vielversprechend ist.

Dieser anfängliche Erfolg hat uns dazu veranlasst, an der Herstellung klinischer Chargen von monoklonalen Antikörpern für die Entwicklung von Kandidaten bis zur Phase II zu arbeiten.

Dank der neuen Biotech-Anlage für Antikörper (ABU) sind wir das einzige Pharmaunternehmen in Frankreich, das seine Forschungs-, Entwicklungs- und Herstellungsanlagen für klinische Chargen an ein und demselben Standort untergebracht hat.

Immunkonjugate

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Immunkonjungate stellen derzeit eine wachsende therapeutische Klasse zur Krebsbehandlung dar. Diese Moleküle, die ein Protein (biologischen Ursprungs) mit einem zytotoxischen Agenz (synthetischen oder pflanzlichen Ursprungs) verknüpfen, ermöglichen es, diese Wirkstoffe genau zur Krebszelle zu leiten, ohne gesunde Zellen anzugreifen. Unsere Forschungsteams verfügen über eine zusätzliche Expertise bei der Aufdeckung, und Evaluierung dieser Moleküle, indem sie das Know-how über gezielte Biotherapeutika, das in Saint-Julien-en-Genevois entwickelt wird, die zytotoxischen Agenzien, die auf dem Toulouse Oncopole-Campus erforscht werden, und das chemische Wissen der Teams in Toulouse und Castres (Péraudel) verbinden.

Nähe zu praktizierenden Ärzten

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Ein Großteil unserer Krebsforschungsteams befindet sich auf dem Toulouse Oncopole-Campus. Dieser Campus, der eine wesentliche Einrichtung des CAPTOR-Projekts (Cancer Pharmacology of Toulouse and Region) darstellt und als nationales Exzellenzzentrum für die Krebsforschung gilt, bringt öffentliche und private Forschungseinrichtungen, Ärzte, Krankenhausmitarbeiter und Patienten zusammen. Auf diese Weise wird eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschern und Pflegepersonal ermöglicht und ein Beitrag zum besseren Verständnis von Krankheiten und deren Verlauf geleistet. Je enger die Verbindung zwischen Forschungslaboren, Ärzten und Patienten ist, desto schneller können Patienten von den neuesten und effektivsten Behandlungsmethoden profitieren.