Neuropsychiatrie

LANGFRISTIGES ENGAGEMENT

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Unsere neuropsychiatrische Forschung konzentriert sich auf neue therapeutische Lösungen für die Behandlung von Schizophrenie, bipolaren Störungen, neurodegenerativen Erkrankungen, depressiven Störungen und chronischen Schmerzen.

DEPRESSIVE STÖRUNGEN

Kooperation zur Entwicklung eines Antidepressivums

Im Jahr 2008 unterzeichneten wir eine Lizenzvereinbarung mit dem US-amerikanischen Pharmaunternehmen Forest Laboratories zur Entwicklung eines Antidepressivums mithilfe eines Moleküls, das von den Pierre Fabre Forschungsteams entdeckt wurde. Dank der Daten der Phase-III-Studien ist es uns gelungen, von den US-Gesundheitsbehörden (Food and Drug Administration, FDA) eine Zulassung für das Arzneimittel in den USA zu erhalten. Das Medikament FETZIMA® empfiehlt sich zur Behandlung schwerer depressiver Syndrome und wurde in den USA von unserem Partner Forest Laboratories auf den Markt gebracht.

SCHIZOPHRENIE

neuropsyr.jpgEine unzureichend bekannte Krankheit

Schizophrenie ist eine Erkrankung, die noch immer unzureichend beachtet wird. Heute sind wir der Ansicht, dass Schizophrenie auf die Fehlregulation von zwei Neurotransmittern in zwei Hirnregionen zurückzuführen ist: der Hirnrinde und den subkortikalen Hirnregionen. Die Schwierigkeit liegt darin, eine kollektive zielgerichtete Freisetzung eines Arzneistoffes in jeder einzelnen Hirnregion zu erreichen. Unseren Forschern ist es gelungen, Arzneistoffe zielgerichtet in der subkortikalen Hirnregion anzureichern oder freizusetzen und zu beweisen, dass dieses Screening-Verfahren durch den Einsatz eines medizinischen Bildgebungsverfahrens – der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) – hochgenau ist. Gleichzeitig erforschen wir in einem zweiten Forschungsprogramm depressive Symptome in Verbindung mit Schizophrenie.

CHRONISCHE SCHMERZEN

douleurs.jpgEin originärer Ansatz

Bestimmte schmerzhafte Erkrankungen werden – egal, ob sie auf neuropathische oder entzündliche Ursachen zurückzuführen sind – noch immer unzureichend behandelt. Ein Teil unserer neuropsychiatrischen Forschung ist auf diese abträglichen Zellen ausgerichtet. Dies umfasst die Arbeit an Botenstoffen, die Schmerzen erzeugen, d. h. das Netzwerk, das die Botschaft „Schmerz“ aussendet. Heute arbeiten wir insbesondere an einem Target, dessen genetische Mutationen die Schmerzempfindlichkeit erhöhen oder verringern. Wir sind auf der Suche nach dem idealen Molekül, das bei diesem Target seine Wirkung entfaltet und haben bereits erste erfolgsversprechende Ergebnisse erzielt.

ALZHEIMER-KRANKHEIT

maladie_alzheimer.jpgBeteiligung an der internationalen Studie MAPT

Laut den Schätzungen von Alzheimer’s Disease International aus dem Jahr 2011 wird sich die Zahl der Menschen, die weltweit unter dieser degenerativen Krankheit leiden, im Lauf der nächsten zwanzig Jahre verdoppeln und bis 2030 den Stand von 66 Millionen Menschen erreichen. Um die Wirksamkeit der zahlreichen therapeutischen Ansätze zu vergleichen, haben das Universitätsklinikum und der Gérontopôle in Toulouse im Jahr 2008 die Studie MAPT (Multidomain Alzheimer Preventive Trial) ins Leben gerufen. Hierbei handelt es sich um eine der wenigen groß angelegten weltweiten Studien, bei der Präventivstrategien untersucht werden, um das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen.

  • Als bevorzugter Partner dieser Studie sind die Laboratoires Pierre Fabre gleich zweifach involviert:
  • Aus wissenschaftlicher Sicht liefern wir die Chargen zur Untersuchung der Wirksamkeit einer täglichen Omega-3-gestützten Behandlung;
  • Aus finanzieller Sicht stellen wir für diese Studie 50 % der benötigten Mittel bereit.