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23/11/2018

Der jüngste Gewinner des Friedensnobelpreises wird seit Anfang 2018 von der Pierre Fabre Stiftung unterstützt

Das Nobelpreiskomitee gab am Freitag seine Entscheidung bekannt, den Friedensnobelpreis 2018 an den kongolesischen Chirurgen und Gynäkologen Denis Mukwege für seine hervorragende Arbeit zur Unterstützung von Frauen, die Opfer sexueller Gewalt in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) sind, zu verleihen. Dr. Mukwege, 63 Jahre alt, „hat sein Leben der Verteidigung von Opfern sexueller Gewalt in bewaffneten Konflikten gewidmet“, erklärte das Komitee. „Zusammen mit seinem Team hat er Tausende von Patienten gerettet, die sexuell missbraucht wurden.“ Er teilt sich den Preis mit der 25-Jährigen Nadia Murad, einer der 3.000 Yazidi-Frauen, die Vergewaltigungen und anderen Formen des Missbrauchs durch Isis-Soldaten im Nordirak ausgesetzt sind: „Sie zeigte außerordentlichen Mut, ihre eigene Leidensgeschichte immer wieder zu erzählen und sich für andere Opfer einzusetzen.“

Dr. Denis Mukwege gründete 1999 sein erstes Krankenhaus in Panzi in seiner Heimat Süd-Kivu. Die im Osten der Demokratischen Republik Kongo gelegene Region, die an Ruanda, Burundi, Uganda und Tansania grenzt, leidet seit Jahren unter einer Reihe besonders brutaler und gewaltvoller Konflikte. Dr. Mukwege, vor Ort als „der Mann, der Frauen heilt“ bekannt, hilft mit seinem Ärzteteam Frauen, die Opfer von Vergewaltigungen sind, durch rekonstruktive Operationen und kostenlose psychologische, soziale und finanzielle Unterstützung. Bis heute wurden im Krankenhaus in Panzi mehr als 50.000 Frauen behandelt. Im April 2016 eröffnete Dr. Mukwege ein zweites Krankenhaus in Bulenga. Seit Mai 2018 werden alle Aktivitäten im Zusammenhang mit der medizinischen Versorgung von Opfern von der Pierre Fabre Stiftung finanziert und das für die nächsten zwei Jahre.

Pierre-Yves Revol, Präsident der Pierre Fabre Stiftung, gratulierte Denis Mukwege im Namen der Stiftung herzlich: „Wir sind zutiefst bewegt, dass Ihr bemerkenswerter Mut und Ihr Charisma dank höchst renommierter Auszeichnungen anerkannt worden sind. Sie gehören zu einer kleinen Gruppe von Männern und Frauen, die es schaffen, in ihrer täglichen Arbeit dort draußen für die Menschheit zu kämpfen und ihr Engagement durch ihr unermüdliches Zeugnis weltweit zu beweisen. Die Pierre Fabre Stiftung und indirekt alle Mitarbeiter der Pierre Fabre Gruppe, insbesondere unsere afrikanischen Kollegen, sind sehr stolz darauf, Ihren Einsatz für die Menschheit zu unterstützen.“