Aktuelles

20/07/2017

Das IRPF und die Phytochemical Society of Europe geben die IRPF-PSE-Preisträger bekannt

Das Pierre Fabre Forschungs- und Entwicklungsinstitut (IRPF) und die Phytochemical Society of Europe haben ihre drei IRPF-Phytochemical Society of Europe-Preisträger am 28., 29., 30. Juni und 1. Juli auf dem Lille-Symposium der Phytochemical Society of Europe ausgezeichnet. Mit diesen Auszeichnungen, die allen Wissenschaftlern weltweit offen stehen, werden besonders innovative phytochemische Forschungsprojekte in folgenden therapeutischen Bereichen ausgezeichnet: Onkologie, Dermatologie, zentrales Nervensystem und Mundpflege.

Im Jahr 2017 wurden drei Preisträger gewürdigt. Im Bereich Onkologie wurde Florent Olivon für seine Arbeit zur molekularen Vernetzung von Molekülen, die von neukaledonischen Wolfsmilchgewächsen (Euphorbiaceae) isoliert wurden, ausgezeichnet. Auf dem Gebiet der Neurologie wurde Prof. Francesco Epifano für seine Studie zu natürlichen Substanzen, die im Zusammenhang mit Epilepsien mit Melatonin-Rezeptoren interagieren, ausgezeichnet, und auf dem Gebiet der Dermatologie wurde Prof. Srijit Das für seine Arbeit zur Behandlung von Hautblessuren im Zusammenhang mit Diabetes mit Momordica charantia ausgezeichnet.


Kurzpräsentation der Forschung von Florent Olivon

Doktorand der Metabolomik am Institut de Chimie des Substances Naturelles,

CCNRS-ICSN, Gif-sur-Yvette, Frankreich:

Die Forschung von Florent Olivon stützt sich auf die Technik der molekularen Vernetzung und ermöglicht die Untersuchung von Extrakten der neukaledonischen Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) im Onkogen/Wnt-Signalweg und im Chikungunya-Virusreplikationsweg. Diese Forschung kann zum Auffinden neuer bioaktiver Stoffe führen und deren Aufreinigung ermöglichen.


Kurzpräsentation der Forschung von Prof. Francesco Epifano

Professor am Fachbereich für Pharmazie, Gabriele d’Annunzio Universität,

Chieti-Pescara, Italien:

Seine Forschung, die auf die Behandlung von Epilepsien in Verbindung mit Gehirntumoren ausgerichtet ist, hat von Pflanzen und Pilzen abgeleitete Moleküle isoliert und bestimmt, die als Melantonin-Rezeptor-Liganden agieren.



Kurzpräsentation der Forschung von Prof. Srijit Das

Professor für Anatomie, Fachbereich Medizin, Kebangsaan Universität,

Kuala Lumpur, Malaysia:

Diabetes geht mit vielen Begleiterkrankungen einher. Dazu zählen (Mikro-)Gefäßerkrankungen, die eine häufige Komplikation darstellen und zu Hautblessuren und trophischen Störungen der Gliedmaßen führen (Wunden, Wundheilungsstörungen, perforierende Geschwüre). Bei der Forschung von Prof. Das geht es um die Verwendung von Momordica charantia (bitterer Kürbis) bei Wunden. Die vielversprechenden Ergebnisse, die er vorlegt, könnten zu einem neuen Therapieangebot für das Patientenmanagement führen.

Die Preisverleihung ist zudem eine Gelegenheit, erneut zur Einreichung von Bewerbungen für die Auszeichnung 2018 aufzurufen. Kandidaten für die IRPF-Phytochemical Society of Europe-Auszeichnung 2018 können ihre Bewerbungen bis zum 31. Dezember 2017 auf der Website phytochemicalsociety.org oder per E-Mail an folgende Adresse einreichen: PF-Prize@phytochemicalsociety.org.

Je nach Qualität der Bewerbungen werden ein bis drei Auszeichnungen in einem jeden der vier therapeutischen Bereiche (Onkologie, Dermatologie, zentrales Nervensystem und Mundpflege) mit einem Preisgeld von 3.000 € und einer offiziellen Preisträgerurkunde verliehen. Die Ergebnisse werden im März 2018 bekanntgegeben und die Auszeichnungen werden auf einer der von der Phytochemical Society of Europe organisierten Konferenzen offiziell verliehen. Außerdem hat sich das Pierre Fabre Forschungs- und Entwicklungsinstitut dazu verpflichtet, die Auszeichnungen der Phytochemical Society of Europe bis 2019 zu sponsern. Die Preisträger werden darüber hinaus eingeladen, ihre Forschung im Pierre Fabre Forschungs- und Entwicklungszentrum auf dem Toulouse Oncopole-Campus zu präsentieren. 

Mit der Unterstützung, die wir der Phytochemical Society of Europe bei diesen Auszeichnungen zuteil kommen lassen, möchten wir Innovationen im Bereich der Phytochemie fördern, die seit jeher ein wesentlicher Kompetenzbereich in der Forschung und Entwicklung von Pierre Fabre ist, so Philippe Maillos, Leiter der Plattform „Nouvelles Entités Chimiques “ in den pharmazeutischen Laboren von Pierre Fabre. Diese Initiative befindet sich in perfektem Einklang mit unserer Open Innovation-Strategie, die bereits durch die Einführung des Nature Open Library-Programms im Dezember 2015, den Pierre Fabre Fund for Innovation im Februar 2016 und das anstehende Natural Fragment Library-Programm von Pierre Fabre exemplifiziert wird, fügt er hinzu.